Kategorie: Bedienungseinstellungen

Beschäftigt man sich mit der Fotografie, kommt man nicht umhin, sich die wichtigsten Parameter anzueignen. Denn es ist niemals verkehrt, die wichtigsten fotografischen Grundlagen zu kennen. Dazu gehört die Thematik Verschlusszeit. Sie hat massgeblichen Einfluss auf die Wirkung von Fotografien.

Wichtige Fakten zur Verschlusszeit

Als Verschlusszeit wird die Zeit bezeichnet, die durch einen Kameraverschluss entsteht. Die Steuerung erfolgt demnach entweder mechanisch oder elektronisch. Das bedeutet, dass die Verschlusszeit darüber bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Bei der Analogfotografie bestimmt sie die Lichtmenge auf den Film. Auf der Kamera finden sich die Verschlusszeiteinstellungen immer in Form eines Rads. Die Kennzeichnung findet in Reziprokwerten statt. Für welche Verschlusszeit man sich entscheidet, das hängt insbesondere von dem Motiv ab. Wer beispielsweise die Bewegung eines Wasserfalles verwischt darstellen möchte, der ist darauf angewiesen, eine längere Verschlusszeit auszuwählen. Beispielsweise 1/40 Sekunden. Doch natürlich ist das keine pauschale Angabe.

Auf Nummer sicher lässt sich gehen, wenn man direkt eine ganze Bildreihe anfertigt und dabei unterschiedliche Verschlusszeiten sowie Belichtungszeiten nutzt. Da erweist sich sogar das Motiv als vorteilhaft, denn da der Wasserfall sich kontinuierlich bewegt, kann man sich Zeit lassen. Die Kamera sollte unbedingt auf einem Stativ stehen, denn sonst würden die Aufnahmen wahrscheinlich unscharf werden.

Wer mit langen Verschlusszeiten arbeiten will, hat oftmals das Problem, dass die Lichtbedingungen so kritisch sind, dass sogar die kleinste Blende noch zu viel Licht durchdringen lässt. Das führt wiederum zu einer zu kurzen Belichtungszeit. Dann bietet sich ein Neutraldichtefilter an, der Graufilter genannt wird. Dieser Filter reduziert die Lichtmenge spürbar und sorgt dafür, dass die gewünschte Verschlusszeit realisiert werden kann.

Bedienungseinstellungen

Motive bietet die Architekturfotografie genug, gibt es doch überall wunderschöne Landhäuser, historische Schlösser, neumodische Wolkenkratzer oder einfache Plattenbauten zu sehen. Diese bieten nicht nur von aussen, sondern auch von innen schöne Bilder bieten und so finden Fotografen nicht selten ungewöhnliche Türen, Treppen, Ornamente oder sonstige Details. Wirklich professionelle Fotos von Architektur ist nicht nur sehr aufwändig, sondern oftmals auch teuer, jedoch können auch Hobby-Fotografen mit ein paar einfachen Tricks optisch ansprechende Ergebnisse erzielen.

Kurze Brennweite und hohe Schärfentiefe wählen

Eine kurze Brennweite ist für die meisten Motive in der Architekturfotografie geeignet, dabei sollte ein Weitwinkelbereich zwischen 10 und 35 Millimeter gewählt werden. Schliesslich soll im Regelfall ein möglichst grosser Bereich des Gebäudes auf dem Foto abgebildet werden und auch bei Bildern aus dem Innenraum soll in vielen Fällen der gesamte Raum zu sehen sein. Selbst einfache Kit-Objektive, die oftmals bei Einsteigerkameras dabei sind, reichen für erste Gehversuche aus. Wer sich jedoch wesentlich ambitioniertere Ziele gesetzt hat, der sollte entsprechend teurere Weitwinkelobjektive wählen, die unter anderem auch für die Landschaftsfotografie geeignet sind.

Normalweise sollte das gewählte Objekt mit einer hohen Schärfe beziehungsweise mit einer grossen Schärfentiefe belichtet werden, weshalb vor allem der Blendenvorwahl-Modus („A“ beziehungsweise „Av“) genutzt wird. Natürlich ist neben der Schärfe auch eine hohe Anzahl von Details wichtig, weshalb die ISO-Zahl so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig gehalten werden sollte. Diese Einstellungen führen automatisch dazu, dass eine längere Belichtungszeit benötigt wird, weshalb ein Stativ für die Architekturfotografie absolute Pflicht ist – ansonsten verwackeln die Bilder und die Qualität des Endprodukts ist alles andere als ansprechend. Wenn möglich sollte auch ein Fernauslöser genutzt werden, damit die Kamera absolut ruhig bleibt. Bereits kleinste Schwingungen können sich auf die Schärfe auswirken und sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Natürlich spielt auch das Licht eine Rolle, sodass die Wahl des richtigen Zeitpunkts enorm wichtig ist. So ist das Licht zum Beispiel morgens wesentlich diffuser als am Nachmittag.

Architekturfotografie Bedienungseinstellungen

Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene haben im Bereich der Fotografie oft mit Bewegungen zu kämpfen, denn sie sorgen nicht selten dafür, dass ein Foto verwischt und das Motiv nicht richtig übertragen wird. Um eine Bewegung auf einem Bild festzuhalten muss die Verschlusszeit relativ kurz gewählt werden. „Relativ“ deshalb, weil ein sich bewegender Fussball im Normalfall eine höhere Geschwindigkeit besitzt als eine sich schleichend bewegende Schnecke. Doch welche Belichtungszeit sollte ungefähr angepeilt werden und welche Einstellungen sind in diesem Zusammenhang wichtig?

Klassische Motive und ihre Erfahrungswerte

Grundsätzlich gilt das Motto „Je kürzer, desto besser“, wenn es sich um die Belichtungszeit für sich bewegende Objekte handelt. Aber auch Faktoren wie Bewegungsrichtung, Entfernung und Brennwerte beeinflussen das finale Ergebnis direkt, sodass es unumgänglich ist, dass in diesem Bereich ein wenig herumprobiert wird. Trotzdem gibt es einige Erfahrungswerte für die klassischen Motive, die als erste Orientierung genommen werden können. So liegt die maximale Verschlusszeit von sich im Stadtverkehr bewegende Autos bei ungefähr bei 1/250 Sekunde, gleiches gilt für spielende Kinder. Tiere, die herumtollen oder sich in der freien Natur im gewohnten Umfeld bewegen sollten mit 1/500 Sekunde abgelichtet werden, genauso wie Schwimmer oder fallende Wassertropfen. Wer einen rennenden Fussballer oder anderen Sportler fotografieren und im Bild „einfrieren“ möchte, der sollte 1/800 Sekunde wählen. Wer mit 1/250 Sekunde nicht zurecht kommt, kann durchaus noch kürzere Verschlusszeiten wählen, damit auch schnelle Bewegungen im Foto eingefangen werden können.

Eine möglichst kurze Verschlusszeit erreichen

Damit entsprechend kurze Belichtungszeiten überhaupt möglich werden, müssen entsprechende Einstellungen an der Spiegelreflexkamera vorgenommen werden. Dabei reicht es oftmals nicht, wenn einfach nur die Belichtungszeit angepasst wird, denn auch eine höhere ISO Zahl oder eine weiter geöffnete Blende müssen beachtet werden, damit die Qualität des Fotos hochwertig bleibt. Oftmals wird der „T“ beziehungsweise „TV“ Modus empfohlen, bei dem es sich um die Blendautomatik handelt. Jedoch ist die Zeitaumatik („A“ oder „AV“) in den meisten Fällen die clevere Wahl. Dadurch werden die vielen unterschiedlichen Belichtungszeiten, die von der Kamera eingesetzt werden können, genutzt, was in vielen Situationen sinnvoll ist. So werden selbst sich bewegende Objekte zu einer unvergesslichen Fotografie.

Bedienungseinstellungen Tipps und Tricks

Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene vielleicht sogar teure Kamera einmal kaputt geht, ist gar nicht so gering, wie sich das manche vorstellen mögen. Gerade wenn sie mit in den Urlaub genommen werden soll ist es sinnvoll sie zusätzlich zu versichern – gerade als Schutz gegen Diebstahl ist so eine Versicherung sinnvoll, aber auch Transportschäden können ohne Zusatzversicherung schnell für hohe Kosten sorgen. Ausserdem zahlen Versicherungen oftmals sogar bei Eigenverschulden, sollte zum Beispiel die Kamera oder das Objektiv vom Tisch fallen und eine Reparatur benötigen. Doch ab welchen Zeitpunkt zahlt sich eine Versicherung eigentlich und worauf sollte geachtet werden?

Das gesamte Equipment versichern

Eine Versicherung für die Kamera sowie das gesamte Equipment kostet im Normalfall jedes Jahr einen Bruchteil des Gesamtwertes, der Versichert wird. Dafür hält sich der finanzielle Schaden im Falle eines Falles im Rahmen. Allerdings bietet nicht jeder Versicherer auch eine spezielle Kamera-Versicherung an, sodass es sich durchaus lohnt im Internet ein wenig nach entsprechenden Anbietern zu suchen und die Angebote zu vergleichen. In den meisten Fällen können sich Kunden dann auf einen weltweiten Versicherungsschutz verlassen und sind gegen alle unvorhersehbaren Gefahren abgesichert. Aber auch während der Nutzung, bei der Aufbewahrung oder beim Transport greift die Versicherung, sodass selbst Unfälle, die eben selbst verschuldet wurden, im Schutz inbegriffen sind. Viele Fotografen kennen das Problem, dass manchmal die Linse verkratzt oder Schrammen aufweist – auch in so einem Fall sorgt die Kamera-Versicherung schnell für Ersatz.

In den meisten Fällen werden Kamera und Zubehör für um die 3.000 Euro versichert, aber natürlich hängt die Summer vom Wert der Kamera sowie von den ausgehandelten Konditionen ab. Bei den Konditionen haben Versicherte oftmals die Möglichkeit zwischen zwei Varianten zu wählen: Entweder wird jährlich ein moderater Satz des Neuwertes als Versicherungskosten gezahlt, dafür ist der selbst zu zahlende Anteil im Schadensfall recht gering – oder die Kosten für die Versicherung werden niedrig gewählt, dafür ist jedoch der zu zahlende Anteil etwas grösser, sollte mal ein Schaden vorliegen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den eigenen Umständen ab, grundsätzlich kann es sich aber durchaus lohnen, wenn die Kosten gegengerechnet werden.

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